Archiv 1996 |
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Ausgabe 1 - September --- EFFAS, ESFAS und CIP --- |
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Wer sind EFFAS, ESFAS und CIP?
Die Kommissionen der DEGOF wurden zur Pflege der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung der den einzelnen Kommissionen zugeordneten Thematik eingerichtet. Ausdrücklich wurde im Organisationsstatut gewünscht, daß von den Kommissionen unter der Ägide der DEGOF unter anderem Symposien, Workshops u.s.w. über die Spezialgebiete abzuhalten sind. Als Koordinator der Kommissionen ist der Vizepräsident der Gesellschaft, Prof. Dr. Hagena (Bad Oeynhausen) Ansprechpartner für die Kommissionsleiter.
Auf Einladung von Prof. F. Malerba (Italien) trafen sich am 17.07.1993 in Mailand die Präsidenten und Vertreter der nationalen Fußgesellschaften von Italien, Portugal, Spanien, Irland, Österreich, Belgien, Schweiz, Frankreich und Deutschland, um über die Gründung einer Europäischen Vereinigung der nationalen Fußgesellschaften zu beraten. Anlaß war der vorausgegangene Zusammenschluß verschiedener fußchirurgisch orientierter europäischer Vereinigungen unter der Dachorganisation der EFORT. Die EFORT-Kongresse in Paris und München waren das Forum für die "Speciality- Days" der einzelnen europäischen Fachgesellschaften.
Eine gewisse Aktualität erhielt die Gründungsversammlung durch die beabsichtigte Formierung einer weiteren europäischen Fußgesellschaft (ESFAS "European Society of Foot and Ankle Surgeons") auf Veranlassung von Prof. Pisani aus Turin. Dieser beabsichtigte, eine "Spezialisten-Gesellschaft" von Einzelmitgliedern zu gründen, die sich schwerpunktmäßig mit dem Fuß beschäftigen und wissenschaftlich aktiv sind. Im Gegensatz hierzu sollte die EFFAS (European Federation of National Foot and Ankle Societies) eine Vereinigung der nationalen Fußgesellschaften darstellen und keine Einzelmitgliedschaft zulassen.
Ziel der EFFAS, entsprechend der von den Italienern vorbereiteten Statuten, ist die Förderung des Wissens über Untersuchung, Diagnostik, Vorsorge von Erkrankungen durch konservative und operative Therapie, Fehlformen des Fußes und Sprunggelenkes und des damit verbundenen Muskel- und Skelettsystems. Um diese Intention umzusetzen, soll die Federation die Ausbildung und Wissenschaft fördern und mit anderen wissenschaftlichen Gesellschaften kooperieren. Der Erfahrungsaustausch unter den einzelnen Mitgliedsländern soll gefördert werden. Zur Durchsetzung dieser Ziele soll die Federation Kongresse und Symposien organisieren und Workshops in Zusammenarbeit mit anderen qualifizierten Institutionen veranstalten.
Während der Gründungsveranstaltung wurden Prof. H. Zollinger (Schweiz) zum Präsidenten, Prof. F. Malerba (Italien) zum Vizepräsidenten, Dr. B. Benamou (Frankreich) zum Generalsekretär, Dr. D. Frank (Deutschland) zum Schatzmeister und Prof S. Giannini (Italien) zum wissenschaftlichen Sekretär gewählt.
Die CIP (International College of Medicine and Surgery of the Foot), bisher vor allem durch die Mittelmeeranrainerstaaten und Großbritannien repräsentiert, war zunächst im erweiterten Vorstand der EFFAS vertreten. Dementsprechend war dessen Widerstand bei der Gründung der Federation vorprogrammiert. Letztendlich konnte Übereinkunft dahingehend erzielt werden, daß die CIP künftig als Weltverband der kontinentalen Federationen (Nordamerika, Südamerika, Europa, Asien) die einzelnen Interessen koordiniert.
Bei der letzten Vorstands- und Generalversammlung Anfang Mai 1996 in Basel wurden die endgültigen Statuten der EFFAS verabschiedet und entsprechend der Statuten gewählt. Neuer Präsident ist Prof. F. Malerba (Italien), Vizepräsidentin Frau Prof. Dereymakers (Belgien), Generalsekretär Dr. Benamou (Frankreich), Schatzmeister Dr. D. Frank(Deutschland), wissenschaftlicher Sekretär Prof. Giannini (Italien), Beisitzer Dr. Anderson (Großbritannien), PD Dr. Hintermann (Schweiz), Dr. Margo (Portugal) und Dr. Cucera (Spanien). Interesse hinsichtlich einer zukünftigen Mitgliedschaft haben bereits Griechenland, Skandinavien und Israel signalisiert.
Im Rahmen dieser Veranstaltung fanden die ersten Gespräche zwischen Vertretern der EFFAS und ESFAS statt, um über eine zukünftige Zusammenarbeit bzw. einen Zusammenschluß zu beraten. Veröffentlicht wurde in diesem Zusammenhang bereits eine Stellungnahme von Dr. Klenerman (Großbritannien), der sich im ESFAS-Report (April 1996) eindeutig für einen Zusammenschluß der ESFAS und EFFAS unter dem Slogan "Unity is our strength" aussprach.
Daniel Frank, Leverkusen |
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